Der Blaue Rheydter
Das Original

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Das Original?

Liebe Kunstfreunde, warum schreiben wir das so, warum müssen wir das so festmachen? Durch rechtswidrige Attacken wurde der Zugriff auf unsere Homepage vorübergehend außer Kraft gesetzt. Natürlich gehen wir gegen diese Übergriffe rechtlich vor. Um aktuell online zu sein, haben wir hier eine provisorische Domain eingerichtet.

 

15. Rheydter Kunsttage
KI bedeutet für die Blauen Rheydter "Künstlerische Intelligenz"

„Du musst aber den Bericht dazu schreiben“, sagte mir Karl-Heinz Habrichgenannt Charly, der Fotograf des Lokalboten, den ich nur wenige Tage zuvor persönlich kennen gelernt hatte. Aber es war Sympathie auf den ersten Blick. Nun bin ich seit Jahrzehnten geschult, sachlich zu informieren, aber die 15. Rheydter Kunsttage hatten es gefühlsmäßig „in sich“. Inspiriert hat mich dazu Inge Wagner, die anstelle der verhinderten Kulturdezernentin der Stadt Mönchengladbach, die wie schon in den Jahren zuvor Schirmherrin der Rheydter Kunsttage war, in ihrer souveränen Eröffnungsrede, in der sie auch persönliche Erlebnisse mit ihren Enkelkindern zum Thema der Kulturtage „Mit und ohne – Künstlerische Intelligenz“ angesprochen hatte. Bevor Inge Wagner auf die beteiligten Künstler und ihre Werke einging, hatte der Singing Songwriter und Poet Horst Jungbluth, bekannt unter dem Pseudonym „Hotte“, ein Lied zu Ehren des Mitglieds und weltweit bekannten 3D-Malers Gregor Wosik angestimmt „Heile, heile Gänsje“. Gregor Wosik war bei den Vorbereitungsarbeiten zu den diesjährigen Rheydter Kunsttagen von der Leiter gestürzt und hatte sich ein Handgelenk gebrochen und eine Platzwunde am Kopf zugezogen. Dieses Lied von Margit Sponheimer hatte dann der volle Saal zum zweiten Mal mitgesungen. Hotte zog auf allen Kunsttagen mit seinen Gedichten und Liedern immer wieder das Publikum an und erntete begeisterten Applaus.

Großen Beifall gab es auch bei „Stachels“ (ein Pseudonym) vertonten und mit der Gitarre begleiteten Texten, während Angelika Pasch mit ihrem „Tischtheater“ die Besucher durch das von Wilhelm Hauff adaptierte Märchen „Kalif Storch“ faszinierte. Selbst Mitglieder des Ensembles vom Theater Niederrhein schauten gebannt zu. In der oberen Etage des Bahnhofs waren Plakate aus den 15 Jahren Rheydter Kunsttage zu sehen, aber man konnte auch Kamil Schigalla bei der Arbeit eines künstlerischen Werks mit Legosteinen zusehen. Seine Werke, die spielerisch anmuten, aber eine hohe Konzentration und ein „künstlerisches Auge“ erfordern, sind mittlerweile in der gesamten Bundesrepublik ausgestellt. Und dann die Installation von Fabian Kieven, der im Obergeschoss des Bahnhofs ein „Gesamtkunstwerk“ aus elektronischer Musik in Kombination mit wechselnden Bildern auf einer Leinwand installiert hatte. Bild und Ton repräsentierten eine Vielzahl von Kontrasten, Ambivalenzen und Dualitäten, die uns tagtäglich prägen: Licht und Schatten, Tag und Nacht, Ruhe und Sturm, Freude und Leid, Ordnung und Chaos. Die Besucher fanden nur Lob für seine Installation.

Große Dankbarkeit gebührt vor allem den Organisatoren der Rheydter Kunsttage, allen voran Wolfgang Hamacher, der „Mann für alle Probleme“, und den Künstlern Waltraud Knops und Horst Jungbluth, die sich bereits im Vorfeld sehr engagiert eingebracht haben, zusammen mit außenstehenden Freunden der Blauen Rheydter.

Ohne des Eigenlobs überschwänglich werden zu wollen, möchte ich doch noch Kunstinteressierte, die eigens aus Münster gekommen waren, zitieren: „Das haben wir in der Provinz nicht erwartet“ (pardon, „Provinz“ ist nicht mein Ausdruck), und Künstlerkollegen aus Düsseldorf und Krefeld, die ja sonst – man kennt es ja – sich eher verhalten bei Werken anderer Künstler äußern, fanden die Ausstellung „bemerkenswert“.

Wolfgang Ruske


 

2. Rheydter Kunstfrühling 2023

Begaben sich die Blauen Rheydter auf illusionäres Terrain?
Das Thema „Illusion“ stand für den 2. Rheydter Kunstfrühling im Mittelpunkt


Eröffnung durch die Schirmherrin Kulturdezernentin Christiane Schüßler der Stadt Mönchengladbach (Foto: Sandra Giersch)

Besucherrekord: Mehr als 600 Interessierte im Bahnhof Geneicken

Am zweiten Tag wurde die Strichliste der Besucher eingestellt. So viele Besucher waren seit langem nicht gekommen, um Kunst zum Thema „Illusion“ anzusehen. Aber auch das Begleitprogramm, das jetzt und in Zukunft den Rheydter Kunstfrühling bereichern wird, scheint die Besucher angelockt zu haben: Literatur sozusagen „zum Anfassen“. Lesungen der Schriftsteller und Schriftstellerinnen Magdlen Gerhards, Josée Hümpel-Langen, Henning Höllein („Stachel“), Isabelle von Linden und Horst Jungbluth („Hotte“) fanden begeisterte Zuhörer, begleitet von den Singing Songwriter Daniel Michels und Hotte. Junge Autoren und Autorinnen, die jetzt erst einmal die Veranstaltung ansehen wollten, haben sich bereits für den nächsten Rheydter Kunstfrühling angemeldet. Das ist es, was die Blauen Rheydter fördern wollen – jungen Talenten ein Podium zu geben. Die Kunstausstellung selbst fand höchstes Lob – nicht nur vom heimischen Publikum, sondern auch von renommierten Künstlern aus der benachbarten Kunsthochburg Düsseldorf. Sandra Giersch und Wolfgang Hamacher präsentierten Fotos und Fotocollagen im Großformat, Waltraud Knops hintergründige Installationen zum Thema Krieg, Vertreibung und Elend sowie ein großformatiges Wandrelief als Illusion, Daniela Löh, Gregor Wosik und Kamil Schigalla, der Lego-Künstler, hatten einen Dunkelraum in ein Kabinett der Illusionen verwandelt. Gregors gerahmte weiße Leinwände erstrahlten durch Schwarzlicht zu dreidimensionalen Bildern, Daniela Löh's Bilder waren "multi-illusionär" - bei Tageslicht wirkten sie anders als bei Schwarzlicht, und wenn man dann die  3-D-Brille aufsetzte, war man buchstäblich in einer anderen Dimension. Mehr "Illusion" kann man in der Malerei kaum umsetzen. Martina Dudziak hatte das Thema „Illusion“ in abstrakten Gemälden ausgedrückt, Wolfgang Ruske in einer Installation, bei der die Zeit, die Vergangenheit und Gegenwart sowie die Illusionsfabrik Hollywood eine Rolle spielt. Isabelle von Linden hatte Studien und Horst Jungbluth Zeichnungen eingebracht, die das diesjährige Thema bereicherten. Gabriela Drees-Holz „bespielte“ den Wintergarten des Bahnhofs mit einer Schmetterlings-Installation – Schmetterlinge als Symbol der Transformation, von der Raupe über die Puppe zum Schmetterling, der Wandlung ins Licht.

Eröffnet wurde der Rheydter Kunstfrühling am Samstag, 22. April, von der Mönchengladbacher Kulturdezernentin Christiane Schüßler, die als Schirmherrin ihre Freude über das Engagement der Blauen Rheydter zur Bereicherung der Kultur in Mönchengladbach zum Ausdruck brachte. Und aus philosophischer Sicht hatte Inge Wagner das Thema „Illusion“ beleuchtet.

(Fotos Wolfgang Hamacher)

 

  Auch junge Künstler...

 
Gedächtnis-Ausstellung unserer verstorbenen Mitglieder Ursula Breuer-Kieven und Rainer Käsmacher 

 

Beteiligte Künstler:  Ursula Breuer-Kieven +, Gabriela Drees-Holz, Martina Dudziak, Magdlen Gerhards, Sandra Giersch, Wolfgang Hamacher, Henning Höllein ("Stachel"), Josée Hümpel-Langen, Horst Jungbluth ("Hotte"), Rainer Käsmacher +, Waltraud Knops, Isabelle von Linden, Daniela Löh, Daniel Michels, Wolfgang Ruske, Kamil Schigalla, Inge Wagner, Gregor Wosik

Gefördert von:

         

 


 

Kunst im Rathaus

Ausstellung der Künstlerin Yolanda Encabo und der Künstler Klaus Schmitt und Martin Lersch.

Eröffnung Samstag, 29. April 2023, 11-13 Uhr
Rathaus Abtei, Rathausplatz 1, 41061 Mönchengladbach

 

Liedberg im Schmetterlings- und Kunsttaumel

Goldrettungsnest der Arche Noah des 21. Jahrhunderts

 


Die Künstlerin Gabriela Drees-Holz hat letztes Jahr bereits dreimal ein „Goldenes Rettungsnest“ aufgebaut, u.a. hat sie im Kölner Rheinauhafen das Kunstboot komplett in Goldene Rettungsdecken gehüllt und im Rettungsnest dieser „Arche Noah“ Unmengen an gehäkelten Blumen „gerettet“. Es gab auch eine kleine Begleitausstellung mit getapten Adam und Eva, die ja selbstverschuldet nicht in das Paradies, bzw. das Rettungsnest hineindurften, und ein paar ihrer beeindruckenden Aluminium-Kaffee-Kapsel-Arbeiten.

Nun wird sie sozusagen die Fortführung - etliche „Nummern größer“- aufbauen.  Vor 6 Monaten hat sie weltweit einen Aufruf publik gemacht, und angeboten, sich an diesem Projekt mit gehäkelten Schmetterlingen zu beteiligen. Inzwischen meldete sie mir begeistert, dass sie das gesteckte Ziel von 2000 Schmetterlingen tatsächlich erreicht hat. Die meisten sind im Raum Korschenbroich, Neuss, Düsseldorf, Köln, Mönchengladbach gehäkelt worden, aber auch deutschlandweit (München, Wermelskirchen, Herdecke, Meschede, Ostsee, Harz, etc.) und auch aus Holland, Ungarn, Spanien, Venezuela, USA, und aus Neuseeland ist kamen Schmetterlinge angeflogen.

Sie wird wieder ein 3x3m großes goldenes Rettungsnest (bestehend aus originalen Rettungsdecken) aufbauen, in das zunächst eine weiße gehäkelte Blumenpracht gehängt wird. In die Blumen werden mehr als 300 Schmetterlings-“ketten“ gehängt, die einen „Schmetterlingswald“ bilden. Der Besucher wird zu einem „Fest der Sinne“ eingeladen: er kann den Schmetterlingswald durchschreiten, die Farbenpracht genießen, die Schmetterlinge berühren, die Blumen werden einen betörenden Duft verströmen, die Rettungsdecken rauschen leise, ebenso der umgebende Liedberger Wald, das Vogelgezwitscher setzt der „Klangkulisse“ die Krone auf. Und das ganze vor der atemberaubenden Kulisse des Liedberger Schlosses.

Partizipation wird aber auch noch auf anderen Ebenen „großgeschrieben“:
Es stellen 13 Künstler, 7 deutsche und 6 internationale, themenbezogene Arbeiten aus, darunter die großformatige Lichtinstallation der neuseeländischen Künstlerin Karen Sewell.
Außerdem beteiligt sich die gesamte Liedberger Grundschule mit einem Schuh-parcours: jedes Kind wird ein paar geweißelte Kinderschuhe zum Thema gestalten. Die Liedberger KiTa gestaltet die lebensgroße Stoffpuppe „Oskar“. Selbstverständlich sind die Aktionen in umweltorientierte Unterrichtsreihen eingebettet.
Ein weiteres Highlight ist der in Ungarn ebenfalls partizipativ entstandene 5x3m große gefilzte „Friedensteppich“, der in Liedberg zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentiert wird, bevor er seine Wanderausstellung durch Europa antritt.
Und last but not least wird Chor und Orchester des Gymnasium Korschenbroich für den musikalischen Rahmen sorgen, u.a. mit „Imagine“ und „Heal the world“, dabei werden die Besucher gebeten, mitzusingen.

Dem Titel „Liedberg im Schmetterlings-Taumel“ wird auch ganz Liedberg gerecht: in jedem Fenster werden Schmetterlinge zu sehen sein, und große fröhlich-bunte Pappschmetterlinge werden die Straßen säumen – befestigt an Bäumen, Regenrinnen, Laternen.

Inhaltlich zielt das Projekt auf den Appell: Lasst uns die Umwelt bewahren, lasst sie uns genießen. Es wird kein „Zeigefinder“ erhoben, sondern ein Loblied angestimmt. Das erläutert eine junge Pfarrerin.
Bürgermeister Mark Venten und Kulturamtsleiterin Michaele Messmann sind als Ehrengäste geladen.

Haagweg 1, 41352 Korschenbroich-Liedberg

 

 

Rückblick:

Der "heiße" Herbst der Blauen Rheydter 2022

Begonnen hatte dieser Kunstherbst mit einer Lichtperformance der Mönchengladbacher Künstlerin Christiane Behr, an der die Blauen Rheydter aktiv beteiligt waren. Die Videos und Fotos wurden bei weiteren Ausstellungen und Aktionen der Blauen Rheydter eingesetzt.

Foto: Wolfgang Hamacher

Im Rahmen der städtischen Kulturnacht „die Pulsive“ am ersten September-Wochenende im KUNSTSIGNAL im Bahnhof Geneicken haben sich die Blauen Rheydter beteiligt. Neben zwei Kunst-Ausstellungen zu den Themen „Blau“ und „Licht“ im Kunstbahnhof war Georges Burki vom Kunstsignal e.V. mit zwei weiteren Musikern aus der Schweiz nach Rheydt gekommen, um bis 22 Uhr zusammen mit Mönchengladbacher Jazzern eine Jam-Session zu veranstalten. Georges Burki hat klassische Violine studiert, war aber mit einer elektronischen Geige da, daneben Bass, Schlagzeug, Saxophon, Gitarre, Querflöte, Mundharmonika und Gesang. Die Besucher waren total begeistert. Und ab 22:30 Uhr hat Georges Burki zusammen mit dem international bekannten DJ Pascal Bauer die Lichtperformance der Mönchengladbacher Künstlerin Christiane Behr „Light meets Techno“ begleitet. Auch das war sensationell, wie die Besucher fanden.


 Foto: Sandra Giersch

Bereits eine Woche später – vom 09.-11. September 2022 - fanden die 14. Rheydter Kunsttage statt, veranstaltet von der Künstlergruppe Der Blaue Rheydter. Schirmherrin war die Kulturdezernentin der Stadt Mönchengladbach, Christiane Schüßler. Sie hat die Rheydter Kunsttage während der Vernissage am Freitag, dem 09. September, im KUNSTSIGNAL im Bahnhof Geneicken offiziell eröffnet. Die Rheydter Kunsttage werden vom Kulturbüro der Stadt gefördert.

     
Fotos: Sandra Giersch

Thema in diesem Jahr war die Fragestellung „Warum?“. Nach der Eröffnung befasste sich eine Performance der Blauen Rheydter zusammen mit der Gastkünstlerin Isabelle von Linden mit dieser Fragestellung und danach hatte Inge Wagner das Thema aus philosophischer Sicht betrachtet. Im Obergeschoss war wieder die Sonderausstellung des Kunstprojekts „Licht“ zu sehen.

Gefördert vom

Am Samstag, 10.09., und Sonntag, 11.09. war die Ausstellung von 12:00 bis 18:00 Uhr geöffnet. Am Samstag um 16 Uhr trat das Frauen-Duo „EigenArt“ auf, am Sonntag gab es um 15:00 Uhr eine Lesung des Musikers und Schriftstellers Jochen Oberlack aus seinem noch unveröffentlichten Buch „Die Rockidylle“ über die Rockszene am Niederrhein in den 1970er Jahren - mit musikalischer Begleitung des Bluesmusikers Steve Catran. An beiden Tagen hatte auch der Singer-Songwriter Daniel Michels Auftritte.

   
Fotos: Sandra Giersch

Wieder eine Woche später, am 17. Und 18. September waren die Blauen Rheydter Teil des „parc/ours“ der Stadt Mönchengladbach – offene Ateliers und Kunstorte. Das Thema der Ausstellung war „Werkschau“ – das bedeutete, dass an allen drei Terminen im KUNSTSIGNAL im Bahnhof Geneicken jeweils eine andere Ausstellung zu sehen war. Was jedoch blieb, war die Sonderausstellung „Licht“ im Obergeschoss. Am Samstag um 17 Uhr fand im Bahnhof parallel zu parc/ours im Rahmen der Reihe „Weltklassik am Klavier“ das Konzert „Träumerei, Kinderszenen und ein Sommernachtstraum“ der international bekannten Pianistin Yu Mi Lee mit Werken von Mozart, Schubert, Mendelssohn-Bartholdy, Schumann, Chaminade und Chopin statt.

Am Sonntag erfreute Harry Meschke mit seinen Improvisationen an den Hangs die Besucher.

 
Foto: Sandra Giersch

Soweit die Veranstaltungen im KUNSTSIGNAL im Bahnhof Geneicken (Otto-Saffran-Straße 102, 41238 Mönchengladbach-Rheydt). Darüber hinaus wurden die Blauen Rheydter eingeladen, sich an dem länderübergreifenden „kunststroom“ der Städte Roerdalen und Wassenberg am 01. und 02. Oktober zu beteiligen. Die Stadt Wassenberg stellte der Künstlergruppe den Bergfried mit seinen drei Etagen zur Verfügung. Hier wurden unter dem Motto „grenzenlos“ Bilder, Skulpturen und Installationen gezeigt.


Foto: Sandra Giersch